Verhalten von Libertären im Staat

„Die Entscheidung zu sezedieren bedeutet, dass man die Zentralregierung als illegitim erachtet und sie und ihre Agenten entsprechend als rechtlose Agentur und fremde Besatzungsmacht behandelt. Das heißt, wenn von ihr gezwungen, gibt man nach, aus Klugheit und aus keinem anderen Grund als dem der Selbsterhaltung, aber man tut nichts, um ihre Handlungen zu unterstützen oder zu erleichtern. Man versucht soviel Eigentum wie möglich zu behalten und zahlt so wenig Steuern wie möglich. Man betrachtet das Staatsrecht, alle Gesetzgebung und Regulation als null und nichtig und ignoriert es, wo immer möglich. Man arbeitet nicht für die Regierung und stellt sich ihr nicht freiwillig zur Verfügung, weder ihrer Exekutive, Legislative oder Judikative, und man verkehrt mit keinem, der dies tut. Man beteiligt sich nicht an der Politik der Zentralregierung und trägt nichts zum Betrieb der politischen Maschinerie bei. Man unterstützt keine politische Partei oder politische Kampagne, noch hilft man Organisationen, Agenturen, Stiftungen oder Denkfabriken, die mit dem Leviathan kooperieren oder von ihm finanziert werden. […]

Die Masse der Menschen, wie La Boétie und Mises erkannten, besteht immer und überall aus Rohlingen, Dummköpfen und Narren, die leicht getäuscht und in gewohnheitsmäßige Unterwerfung gedrückt werden können. So akzeptieren und wiederholen heutzutage die meisten Menschen – überschwemmt von frühester Kindheit an mit Regierungspropaganda in öffentlichen Schulen und Bildungseinrichtungen durch öffentliche beglaubigte Intellektuelle – gedankenlos Unsinn wie den, daß Demokratie Selbstbestimmung bedeute und die Regierung vom Volke, durch das Volk und für das Volk da sei. Und selbst wenn sie diese Täuschung durchschauen, akzeptieren sie weiterhin fraglos die demokratische Regierung, weil sie sie angeblich mit einer Vielfalt von Gütern und Zuschüssen versorgt. Diese Narren erkennen nicht, daß sie „lediglich einen Anteil ihres eigenen Eigentums zurückgewinnen und daß ihr Herrscher ihnen nicht geben könnte, was sie erhalten, ohne es ihnen vorher weggenommen zu haben.“

(Aus „Demokratie – Der Gott, der keiner ist“ von Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe, S. 195-197)

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