Dann stimmen wir eben nur darin überein, unterschiedlicher Meinung zu sein

Dieser Etatisten-Irrttum kommt meist am Ende einer zähen Diskussion zu Stande, in der dem staatsgläubigen Menschen versucht wird, bewusst zu machen, dass Aggression gegenüber Individuen moralisch falsch ist. Er verteidigt meist den Standpunkt, dass Gewaltanwendung vereinzelt notwendig ist.

Am Ende kommt dann meist: „Ja, dann können wir nur noch darin übereinstimmen, dass wir unterschiedlicher Meinung sind…“

Etatisten Irrtum: Da macht er es sich zu einfach und wischt einen schwerwiegenden Fakt einfach mit unterschiedlichen Meinungen weg.

Denn wenn es nach dem Staatsgläubigen geht, war das jetzt einfach nur eine Diskussion mit unterschiedlichen Meinungen. Er vergisst dabei, dass er sich mit seiner Position auf die gleiche moralische Stufe stellt, wie diejenigen die eine groß organisierte Erpressung und Versklavung von Millionen von Menschen gut heißen.

Die Existenz eines Staates und sämtliche Aggressionen und Bedrohungen sind unmoralisch. Es gibt einen klaren und deutlich moralischen Unterschied . Entweder er steht zur Gewaltanwendung durch den Staat oder er nimmt von ihm Abstand.

Jemand, der versucht, diese Diskussion einfach als Meinungsverschiedenheit ab zu tun, ist nicht ehrlich und meint er würde moralisch auf einer Ebene mit seinem Gegenüber stehen.

Gegenargument:

1. „Wenn Du meinst, ohne Probleme unterschiedlicher Meinung sein zu können, dann musst Du zwangsläufig auch einer voluntaristischen oder anarchistischen Gesellschaft zustimmen, in der es möglich ist, ohne Schaden zu befürchten anderer Meinung zu sein.

Das widerspricht aber zu tiefst der Funktionsweise des Staates, den Du verteidigst, in der ich vielleicht anderer Meinung sein kann, aber nicht nach ihr handeln kann, da ich zur jeweils vorherrschenden Meinung per Gesetz gezwungen werde.

Wenn dieser Argumentationsstrang auf eine Prügelei angewendet würde, ginge es wie folgt: „Achso, Du willst mich also nicht schlagen?! Aber ich will Dich schlagen. Ich denke wir stimmen darin überein, unterschiedlicher Meinung zu sein…in der Zwischenzeit mach‘ ich Dich aber komplett alle..“

2. Dann kommt oft ganz gerne auch…“Das ist doch nur meine Meinung…“ Auch ein ganz tolles Argument, das wir besonders gerne haben..

„Wenn es nur Deine Meinung ist und Du nicht meinst, dass sie wahr, falsch oder nützlich ist, warum bringst Du sie dann überhaupt an? Nein, Du hast sie erwähnt, weil Du denkst, dass sie korrekt oder nützlich ist, also stehe auch dazu. Und wenn Du etwas nicht sicher weißt, dann stell doch einfach Fragen statt einfach etwas zu behaupten. Wenn ich von Anfang an Prinzipien mit Hilfe der Logik erkläre, dann ist es nicht einfach nur meine Meinung. Es handelt sich dann um eine Tatsache oder eine Theorie. Und wenn Du glaubst, dass ein Fehler in meiner Schlussfolgerung liegt, dann liegt es an Dir, diese ebenfalls mit Logik aufzudecken, anstatt einfach eine Meinung von Dir zu geben.

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