… und dann kam Broder

Ein Störenfried.

„Wer im Publikum gehofft hatte, der Welt-Journalist ließe sich vorführen, wird bitter enttäuscht. Schon die vom Grünen-Bundestagsabgeordneten Manuel Sarrazin gehaltene Laudatio auf Broder macht klar, wer den Ton angibt. Konziliant sagt Sarrazin: „Auch Sie sagen, die Grundidee der EU sei gut“. Broder erwidert trocken, daß sei beim Sozialismus auch so gewesen.

Als der 68jährige dann seine Rede hält, wird es still im Raum. „Als ich die Begründung für die Preisverleihung gelesen habe, dachte ich, ich werde von der FDJ ausgezeichnet“. Das aufkommende Lachen klingt gequält. „Keiner von Ihnen kann mir eine Vorschrift zeigen, daß Kritik unpolemisch und sachlich sein muß.“ Stille. Der Publizist wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Die Befreiung vom Faschismus gelingt erst, wenn wir überall Klimaanlagen haben“, sagt er und lächelt verschmitzt.

Auf den Vorwurf angesprochen, warum er die EU nur kritisiere, sagt Broder: „Ich kann kein Ei legen, aber ich weiß, wann eines faul ist.“ Die Europäische Union habe einen neuen Adel hervorgebracht, legt der Autor nach. „Die EU versucht Probleme zu lösen, die es ohne ihre Existenz gar nicht geben würde.““

Wir warten noch darauf, dass jemand diese Erkenntnis auf den Staat im Allgemeinen anwendet.
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