Kapitalismus-Kritik auf Kosten der EZB

Die EZB bezahlt also Sprayer dafür, dass sie in ihrer Kunst Kritik am Kapitalismus üben. Spätestens jetzt muss doch bei jedem vernunftbegabten Menschen der Großen fallen und ihm klar werden, dass das, was da gerade abläuft, nichts – aber auch gar nichts – mit Kapitalismus zu tun hat.

Eine kleine Einführung, was Kapitalismus eigentlich bedeutet. Selbst von liberalen und libertären habe ich in letzter Zeit derart schräge Definitionen gehört, dass einem Angst und Bange wird. Wir dürfen uns unsere Begriffe nicht von „denen“ umdeuten und versauen lassen, sodass wir ständig auf neue ausweichen müssen. Seit Orwells „1984“ wissen wir doch, dass wir uns die Kontrolle über die Sprache nicht nehmen lassen dürfen.

Wie definiert sich Kapitalismus?
„Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht.“

Was sind also die zentralen Merkmale?
1. Privateigentum
2. Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt

Was ist Kapitalismus also nicht?
Was sind die Merkmale des Sozialismus?
1. Staatseigentum / Gemeingüter
2. Steuerung des Marktes durch den Staat

Inwiefern stellen die Merkmale des Sozialismus ein Problem dar?

zu 1.)
Sind alle Ressourcen, Güter, Grund und Boden in Hand des Staates, gehört allen alles, aber keinem etwas ganz alleine. D.h. es gibt kein Privateigentum. Die Geschichte hat kristallklar und ohne Ausnahme gezeigt, dass in diesem Fall kaum Interesse am Erhalt dieser Güter, an der Verbesserung, der effizienten Nutzung und deren Wartung und Pflege besteht. Gemeingüter werden eher verschwendet oder vernachlässigt, denn der Mensch motiviert sich eben nun einmal aus dem eigenen Vorteil und über den Gedanken, etwas zu besitzen, es zu hegen und zu pflegen, zu verbessern und effizient zu nutzen. Sozialistische Staaten verloren bisher ausnahmslos nach einigen Jahren ihren Wohlstand, denn kein Mensch motiviert sich über das Wohl des Kollektivs.
Das ist mitnichten traurig oder schändlich, denn im Kapitalismus kommt ein Mensch, der nach „mehr“ strebt und mehr „für sich“ erreichen will, nur dann zu seinem Ziel, wenn er in einem freien und freiwilligen Markt die Bedürfnisse anderer befriedigt. Er kann nur dann reich werden, wenn er anderen Menschen ein großes Bedürfnis oder vielen Menschen ein kleines Bedürfnis befriedigt hat. Diese Quintessenz kennzeichnet den Kapitalismus und wird heute gerne übersehen bzw. bewusst verschwiegen.

zu 2.)
Die Steuerung des Marktes durch den Staat war bisher in der Geschichte ausnahmslos zum Scheitern verurteilt. Sobald staatliche Interventionen den Markt beeinflussten, kam es zu Ungleichgewichten, die in der Regel wieder durch eine erneute Intervention ausgeglichen werden mussten. Auf Intervention folgt Intervention und ein vormals relativ freier Markt wird Stück für Stück zu einem planwirtschaftlich gesteuerten. (s.h. Ludwig von Mises, Interventionismus-Kritik)
Das größte Problem der planwirtschaftlichen Einflussnahme und Steuerung besteht allerdings in der Unmöglichkeit einer Kostenrechnung. Der Preis ist kein willkürlicher Wert, sondern der Wert einer Ware oder Dienstleistung, der sich über Angebot und Nachfrage ergibt. Wird in einer planwirtschaftlichen Steuerung dieser Indikator(!) manipuliert oder ausgeschaltet, wie es beim Mindestlohn oder den heutigen Energiepreisen der Fall ist, ist für keinen Marktteilnehmer mehr ersichtlich, wie knapp ein Gut ist oder wie sehr eine Dienstleistung nachgefragt wird. Es ist nicht möglich zu sagen, ob eine Ressource knapp oder reichlich vorhanden ist UND wo sie am dringensten benötigt wird. Ohne Preis ist es unmöglich zu sagen, ob man zum Heizen im Winter besser Holz oder Kohle einsetzen sollte. Wie soll das Planungskomitee wissen, ob das Holz dringender von den Schreinern oder von den Menschen zum Heizen nachgefragt wird? Planwirtschaft ist immer und ausnahmslos zum Scheitern verurteilt, denn die verteilte und alles durchdringende Intelligenz des Marktes, der das Wissen aller seiner Teilnehmer zu einem Preis destilliert, kann nicht durch eine Hand voll Menschen ersetzt werden, seien sie auch noch so klug.

Fazit
Kapitalismus hat nichts mit den heutigen Machenschaften aus Großkonzernen, Banken und Politik zu tun. Die EZB ist eine staatliche Bank, die sich, ganz dem sozialistischen Manifest folgend, natürlich mehr zentrale Kontrolle wünscht. Roland Baader beschreibt in seinem Buch „Geldsozialismus“ sehr eindrücklich die Rolle der Zentralbanken und Politik in diesem Geflecht aus Macht und Kontrolle. Ein klares Zeichen, dass wir keinen Kapitalismus erleben, war die Rettung der Banken während der Finanzkrise und auch heute noch innerhalb der EU. Im Kapitalismus würde man kein Geld, dass man zuvor den Bürgern gewaltsam abgenommen hat (Steuern), privaten Banken zur Verfügung stellen und deren Fehler bei der Bewertung von Risiken damit ungeschehen machen.
Der Kapitalismus bestraft Fehlentscheidungen, der Staat subventioniert sie.
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